Wirksam bei Läusen

Blattläuse zählen zu einer besonders vielfältigen Art der Läusegattung. Mit 850 in Europa beheimateten Arten, fällt die genaue Zuordnung auch erfahrenden Leuten schwer. Längst nicht alle Arten der Blattläuse sind schädlich, jedoch werden vor allem in deutschen Gärten immer wieder Pflanzen von eben den schädlichen Blattläusen in Mitleidenschaft gezogen. Als Schädlinge für Pflanzen sind sie im Garten gefürchtet und zerstören so manche mühevolle Gartenarbeit.

Eigenschaften:

Blattläuse sind kleine Insekten von wenigen Millimetern Größe, einige Arten erreichen eine Körperlänge von bis zu 7 Millimetern. Als Pflanzensauger verfügen die Tiere über einen Rüssel mit dem sie saugen können. Bei den meisten Arten überwiegen ungeflügelte Formen, es kommen aber im Generationswechsel auch geflügelte Formen vor, die dann vor allem der Verbreitung und dem Wirtswechsel dienen. Massenvermehrung durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) ist weit verbreitet.

Blattläuse sind unscheinbare Lebewesen von äußerst geringer Größe (maximal 7 mm). Tatsächlich sind sie dennoch mit einem relativ großen Versorgungapparat in Form eines Stechrüssels ausgestattet. Es sind flügellose Bodentiere die zuweilen jedoch mutieren können und in der Fortpflanzung geflügelte Läuse hervorbringen. So werden ihre Generationswechsel gesichert und ein Überleben der Population gewährleistet. Zudem kann es in bestimmten Zeiten zu einer plötzlichen Massenvermehrung kommen, in der die Population innerhalb kürzester Zeit stark wächst.

Ernährung:

Hier findet sich ein Hauptgrund für ihre Schadwirkung sowie für ihre Namensgebung. Blattläuse zehren ihre Kräfte aus Säften von verschiedenen Pflanzen. Nicht verwertbare Inhaltsstoffe scheiden sie als Sekret wieder auf der Pflanze aus. Dieser Honigtau wird in großen Mengen produziert und verklebt Blätter und Halme der Pflanze. Schädlicher ist jedoch der so entstandene Nährboden, den die Blattlaus somit für andere Insekten und Pilze gebildet hat. So ist die Pflanze schnell von vielen Schädlingen befallen.

Blattläuse als Schädlinge

Mögen Blattläuse auch noch so klein sein, der wirtschaftliche Schaden, den sie jährlich anrichten ist immens hoch. Egal ob in der Landwirtschaft, im großen Gartenbau oder im kleinen Garten, die Ernährungsweise der Blattläuse trägt zum Verlust der Pflanzenqualität bei. Nicht selten treiben es Blattläuse bis zum vollständigen Ausfall der Ernte. Sie sind auch die Hauptverantwortlichen für die Übertragung von Pflanzenviren, an denen die Pflanzen zu Grunde gehen. Diese Sekundärfolgen eines Befalls durch Blattläuse sind viel gravierender als der Schaden, den die Blattläuse an sich verursachen. Pilze die sich durch den Honigtau ansiedeln sind zumeist nicht unbedingt schädlich für die Pflanze, bringen aber einen unschönen Anblick. Wird die Pflanze zusätzlich durch Ameisen besiedelt, entsteht allerdings ein weiteres Problem: Blattläuse und Ameisen bilden eine Symbiose und unterstützen sich gegenseitig in ihrer Vermehrung. Dabei beginnt der Befall völlig unsichtbar und wird dann schlagartig zur Schädigung der Pflanze. Nicht jeder Hobby-Gärtner schaut tagtäglich auf die Unterseite seiner Garten-Pflanzen. Hier siedeln sie nämlich: Die kleinen Blattläuse, die ein so großes Ärgernis werden.

 
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