Wirksam gegen Motten

Aktivität der Motten

Kleider- und Lebensmittelmotten sind das ganze Jahr aktiv und überleben in der richtigen Umgebung auch den Winter. Ihre Flugzeit reicht von Mai bis September wobei sie vor allem nachtaktiv sind und über Tag an den Wänden sitzen.

Kleidermotte:

Die Kleidermotte ist eine Unterart und gehört zur Familie der echten Motten. Typisch ist ihr dunkelbraunes, leicht schmutziges Aussehen bei ca. 1 cm Größe und etwa 1,5 cm Flügelspannweite.

Probleme mit Motten werden bereits in alten Schriften aus dem Raum Syriens erwähnt. Man beklagte eine massenhafte Zerstörung von Gewändern durch Kleidermotten in Schränken und Truhen. Beobachtet wurde, dass Motten vor allem Kleidung langer Lagerungszeit anfielen. Erste Gegenmaßnahmen waren intensives Lüften der Textilien und das Beilegen von Zitronen am Lagerungsort. Auch in der Bibel findet die Motte als Schätze raubendes Insekt Erwähnung.

Lebensweise:

Außerhalb der menschlichen Umgebung legt die Motte ihre Larven auf fellhäutigen Tieren oder in Nestern von Flugtieren ab.

Befindet das Insekt sich jedoch im Lebensraum des Menschen gilt es als Schädling von Textilien. Sie lagert ihre Eier dann auf Möbeln, in Jacken oder in Pelzen. Der Grund warum Motten sich in Textilien oder Felle einnisten ist simpel. Baumwollstoffe und Haare enthalten das Protein Keratin von dem sich die Kleidermotte ernährt. Sie fressen den Stoff an und verdauen diesen. Künstliche oder pflanzliche Textilien wie z.B. Hanf werden auf Grund ihrer Faserstruktur auch angefressen, jedoch nicht verdaut da hier keine Proteine enthalten sind. Mit einer andauernden Lagerungszeit im geschlossenen Schrank erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Befalls durch die Motten.

Schäden:

Die Kleidermotte nimmt die Proteine in Textilien und Möbeln durch Abfraß auf. Dabei entstehen Löcher, fleckige Stellen oder farbliche Irritationen des Stoffs. Besonders schnell befallen sind auch Textilien die Rückstände von Schweiß aufweisen.

Mottenbefall erkennen:

-   An Textilien und Möbel lassen sich kleine seidige Hülsen finden
-   Die Textilien weisen Spuren von kleinen Kotablagerufen auf
-   Das Gewebe der Stoffe ist zerfasert

Lebensmittelmotten

Dörrobstmotte

Im Gegensatz zur Kleidermotte ist die Dörrobstmotte ein Vorratsschädling und auch als Vorratsmotte oder Hausmotte bekannt.

Lebensweise:

Auf Grund von hoher Empfindlichkeit vor Kälte sucht bevorzugt die Dörrobstmotte die häusliche Umgebung des Menschen. Wenn sie den Zugang zur Küche, Speisekammer oder offen lagernden Lebensmittel bekommen ist oft ein Befall die Folge. In Ihrer Nährstoffkette benötigt die Dörrobstmotte Inhaltsstoffe von Getreideprodukten, Nüssen Kakao, Schokolade und Gewürzen. Befallende Lebensmittel müssen entsorgt werden, da dass Insekt auch seine Eier direkt in der Nahrungsquelle ablegt und Kotbrocken zurücklässt. Durch Folienverpackungen wie z.B. für Nudeln, Reis und Müsli verwendet, kann sich diese Mottenart problemlos durchfressen.

Mehlmotte:

Auch die Mehlmotte zählt zu den Vorratsschädlingen. Mit einer Größe von etwa 3 cm und einer Flügelspannweite von 1,5 cm lässt sich das Insekt vor allem an den ausgefransten Flügel erkennen.

Lebensweise:

In Ihrer Ernährung und Lebensweise ist sie der Dörrobstmotte geradezu identisch. Allerdings besitzt diese Mottenart deutlich mehr Kraft als die Dörrobstmotte und kann bis zu 400 Meter am Stück kriechen ohne die Flügel zu gebrauchen.

Alltagsprobleme mit Motten:

-   Motten werden im Kleiderschrank oft zu spät entdeckt und haben bereits die Kleidung befallen und ihre Larven abgelegt
-   Durch offen liegende Lebensmittel, können Motten das ganze Haus mit Nestern befallen, die nicht gefunden werden
-   Trotz Beseitigung des Nestes fliegen neue Motten durch die Wohnung
-   Motten belagern die Wohnung in Massen 

 
Gardigo-Kids