Wirksam bei Grasmilben

Die im Volksmund bezeichnete Grasmilbe wird ihrer ursprünglichen Namensnennung eigentlich Herbst- oder Erntemilbe genannt. In ihrer Klassifikation gehört sie den Spinnentieren an, zu denen auch anderen Milbenarten zählen.

Die Lebensweise der Grasmilbe ist äußerst parasitär geprägt. Ihr Überleben sichert sich die Milbe durch das Anzapfen von Frischblutquellen. Dazu befallen sie zumeist Tiere wie z.B. Ratten und Mäuse, aber auch unsere Haustiere zu denen man vor allem Hunde- und Katzen zählt. Die Blutmahlzeit erwirkt die Grasmilbe über einen kleinen Einschnitt in der Haut ihres Wirts. Auch der Mensch ist vor der Grasmilbe nicht sicher. Kommt der Mensch in Kontakt mit der Milbe, nimmt sie auch diesen als neuen Wirt wahr. Beginnen Grasmilben ihre Larven in Menschennähe abzusetzen kann es zum Ausbruch von Krankheiten kommen.

Andere Namensgebungen für die Grasmilbe sind unter anderem Heumilbe, Graslaus, Erdlaus oder auch Pfirsichlaus. Diese sind jedoch zumeist irreführend und entsprechen nicht der eigentlichen Zuordnung einer Grasmilbe.

Lebensraum:

Die Grasmilbe ist auf der ganzen Welt verbreitet und tritt hauptsächlich in der warmen Jahreszeit auf. Dabei bevorzugt die Grasmilbe als Lebensraum niedrige Gräser und Pflanzen. Im dichten Blattwerk ist sie eher selten bis gar nicht.

Aussehen:

Durch ihre Größe sind die Grasmilben kaum zu erkennen. Sie erreichen maximal eine Größe von 2 mm, wobei ihre Larven 0,3 mm nicht überschreiten. Erkennen lässt sich die Grasmilbe an ihrem auffälligen Rückenschild, einer rötlichen Färbung und den Doppelaugen.

Lebensweise:

Zur Vermehrung legt die Grasmilbe ihre Eier an Halmen auf einer Rasenfläche ab und lässt dort ihre Larven schlüpfen. Die Larven erklimmen den Grashalm und warten dort auf das Vorbeikommen eines geeigneten Wirts wie z.B. Haustiere oder eben auch Menschen. Erwischen Sie ein Lebewesen und gelangen auf die Hautoberfläche, können Sie von dort aus mit der Mahlzeit beginnen und dauerhaft verbleiben. Um an das Blut zu gelangen benutzen die Milben ihre Mundwerkzeuge schneiden sie sich in die Haut und lösen durch ihren Speichel die Hautschichten ab. Austretendes Gewebewasser nährt sie. Tritt zusätzlich Blut aus, nehmen die Milben dieses auch mit auf. Die Aufnahme der Mahlzeit dauert mehrere Stunden, bevor die Milben wieder von der Haut ablassen und sich danach zu erwachsenen Tieren entwickeln.

Schadwirkung für den Menschen

Die klassische Reaktion des Menschen auf einen Grasmilbenbefall ist das Aufkommen einer Krätze. Diese tritt wenige Stunden nach der Mahlzeit der Grasmilben auf und macht sich durch Juckreiz, lokale Hautrötungen und Schwellungen bemerkbar. Das lästige an dieser Infektion ist die Dauer: Bis zu 14 Tage können die Symptome anhalten. Zudem können auch Haustiere bei einem Milbenbefall von diesen Symptomen betroffen sein und sich unruhig verhalten. Ein Problem mit Grasmilben bekommen Menschen häufig in den Sommermonaten, wenn sie sich in der Natur oder auch auf der Rasenfläche im Garten aufhalten. Der Kontakt zum Gras stellt eine Angriffsfläche für die Grasmilben her und sie können den Menschen befallen. Die oben erläuterten Folgen treten kurze Zeit danach auf. Kinder sind auf Grund ihrer Größe und sensiblen Haut besonders häufig betroffen und können durchaus den ganzen Sommer darunter leiden. Hier gilt es auf jeden Fall gegen Grasmilben vorzusorgen.

 
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