Bei Problemen mit Waschbären

Der in Deutschland lebende Waschbär ist eigentlich ein Tier, das in seinem Ursprung nur in Nordamerika vorkam. Durch den Menschen gelangte es nach Europa und hat sich seitdem hier etabliert und eine neue Heimat gefunden.

Die Länge des Körpers variiert relativ stark zwischen 41 – 71 cm, wobei der Schwanz zusätzlich noch 20 – 40 cm lang ist. Das Körpergewicht ist abhängig von der Jahreszeit. Im Sommer wiegen Waschbären bis zu 4 kg und im Winter etwa 9 kg. Durch den Winterspeck ähnelt das Tier oftmals einem Fellball ohne Körperstruktur.

Auffälligstes Merkmal des Waschbären, ist die schwarze Maske um die Augen, die sich klar vom helleren weißen Fellstreifen darüber absetzt. Der weiße Fellstreifen wiederholt sich auf den Ohren. Diese Zeichnung der Gesichtszüge dient der Registration von Artgenossen ohne weitere Kommunikation über Bewegungen mit dem Schwanz. Das lange, graue Fell, das den Körper bedeckt ist wasserabweisend. In den deutschen Regionen kommt es zu erheblichen Unterschieden bei den Fellfarben. Oftmals sind Waschbären mit einem extrem dunklen oder hellblauen Fell dabei. Unter dem Oberfell der Waschbären befindet sich ein äußerst dickes Isolierfell, welches bis zu 90% ihrer Haardichte enthält. Die kurzen Beine machen einen schnellen Lauf oder Sprint unmöglich. Die Pfoten der Waschbären sind an der Unterseite mit Sohlen behaftet, die sie um 180° wenden können, um so Bäume mit dem Kopf zum Boden herunterklettern zu können.

Lebensweise

Waschbären zählen zu den Allesfressern, die keinem bestimmten Ernährungsplan folgen. Je nach Nahrungsangebot ernähren sie sich entweder mehr vom Fleisch der Kleintiere oder von Pflanzen. Ist das Angebot langfristig ausgeglichen, variieren Waschbären ihre Ernährung je nach Jahreszeit. Auch kommt es durchaus dazu, dass der Waschbär fasten muss, wenn in einem harten Winter zu wenig Nahrung vorhanden ist.

Zur Reinigung der Nahrung befühlen die Waschbären diese und beseitigen Dinge die als nicht verzehrbar erscheinen. Zum Ertasten werden zumeist die Vorderpfoten benutzt, welche durch die weiche Hornsohle sehr empfindlich sind. Die Namensgebung des Waschbären stammt aus dem Nahrungsverhalten, denn in Gefangenschaft befördern die Tiere Essbares zu einer Wasserstelle um es dort vor dem Verzehr zu „waschen“. In der Natur ist dieser Vorgang nicht zu beobachten.

Im Gesellschaftsverhalten zeigen Waschbären ungewöhnliche Merkmale. Sind Weibchen verwandt miteinander bilden sie eine Gruppe, in der alle Teilnehmer unabhängig von einander sind. So teilen sie ihr belaufendes Gebiet und benutzen gemeinsame Schlafplätze. Dennoch können die weiblichen Waschbären auch einen Alleingang machen und zu jeder Zeit in die Gruppe zurückkehren. Oftmals trennen sich die Gruppenmitglieder auch vollständig für einen längeren Zeitraum.

Bei den Männchen bilden sich Gruppen, die nur temporär eine Bedeutung haben. Zumeist entstehen sie in der Paarungszeit, um sich gegen Feinde oder andere Waschbären durchzusetzen, die um das gleiche Weibchen werben. Dem Verband der Männchen können Verwandte als auch Nicht-Verwandte angehören. Dabei bestehen die Gruppen aus nicht mehr als 4 Anhängern. Begegnen die Männchen einem fremden Jungtier, reagieren sie zuweilen aggressiv und es besteht die Gefahr eines Angriffs. Aus diesem Grund werden die Männchen von den Müttern gemieden, welche die Jungtiere bis zu einer bestimmten Reife unter ihrer Obhut haben.

Durch diese verschiedenen Verhaltensweisen wird die Lebensweise des Waschbären in eine Dreiklassengesellschaft gegliedert. Doch auch wenn diese Tiere zu solchem Benehmen neigen, können sie in einem Gebiet zusammen aufeinandertreffen, ohne dass es zu Konflikten kommt. Damit Folgegruppen in einem Gebiet über die Verhältnisse informiert werden können, hinterlassen die Waschbären ihre Duftmarken.

Vermehrung

Die Paarungszeit der Waschbären ist im Gegensatz zu den meisten anderen Tierarten bereits im Februar. Grund dafür ist die lange Entwicklungs- und Aufzuchtzeit der Jungtiere, die beendet sein muss, bevor der nächste Winter hereinbricht. Wenn ein Weibchen während der Hauptpaarungszeit nicht befruchtet wird, gibt es in der Mitte des Jahres erneut eine Phase, in der das Weibchen paarungsbereit ist.

Um sich befruchten zu lassen, sammeln sich die weiblichen Waschbären an einem gemeinsam genutzten Platz und warten auf die Männchen, welche von Sammelplatz zu Sammelplatz ziehen und um die Waschbärenweibchen werben. Eine Paarung dauert mehrere Tage, wobei der größte Teil vom Vorspiel eingenommen wird. Dem Akt folgt eine bewegungslose Pause. Ist ein Weibchen befruchtet, lässt sie sich zumeist nicht mehr begatten und ist damit für andere Männchen unantastbar.

Die Entwicklung der Jungtiere im Körper des Weibchens dauert ca. 65 Tage bis zur Geburt. Während dieser Zeit wird das Weibchen nicht vom Gatten begleitet, denn nach einer Befruchtung gehen die Geschlechter wieder unterschiedliche Wege. Ein Wurf bringt etwa 2 – 3 Jungtiere der Waschbären. Nahrung erhalten diese im ersten Monat nach der Geburt über die Milch der Mutter. Die Wohnstätte verlassen die Jungtiere das erste Mal nach 1,5 Monaten. Mit Beginn des dritten Lebensmonats unterlässt die Waschbärenmutter das Säugen der Jungtiere ganz.

Nach Beendigung der Kindheit können Waschbären bis zu 16 Jahre alt werden. Jedoch sterben die meisten die Tiere bereits nach ein paar Jahren, da sie an den Naturverhältnissen zu Grunde gehen.

Schäden durch Waschbären

Seit Anfang dieses Jahrtausends ist es hierzulande so, dass Waschbären durch Anpassung angefangen haben, den menschlichen und städtischen Lebensraum für sich zu nutzen. Durch die regelmäßige Fütterung der Waschbären durch den Menschen, wurden ganze Gruppen in der Stadt ansässig. Zu unserem Ärgernis räumen die Waschbären die Mülltonnen aus und fressen für sie Essbares aus den Gärten. Die aufgerissenen Müllsäcke verursachen teils Gestank und ein unhygienisches Chaos. Wenn die Tiere zudem Dachböden und Häuser in Beschlag nehmen, ist ihre Anwesenheit nicht nur lästig sondern auch mit Kosten verbunden. Denn auf der Suche nach Nahrung gehen sie mit Objekten, die im Weg stehen, sehr rabiat um. Die Plätze, die sich die Waschbären in Häusern oder allgemein im menschlichen Lebensraum einrichten, werden gleichzeitig Sammelplätze. Das Einfangen oder Eliminieren der Tiere hat somit meistens keinen Zweck, da anderen Waschbären die Lokalitäten bekannt sind und diese sich anschließend dort niederlassen.

Durch die hohe Vermehrungsrate, ist eine städtische Ausrottung nahezu unmöglich.

Kommt es zu einem Kontakt mit Fäkalien von einem Waschbär, ist das anschließende aufsuchen eines Arztes empfehlenswert. Es besteht die Gefahr der Übertragung von Tollwut oder die Übernahme von Parasiten. Die Folge wären eventuell gefährliche Krankheiten und Infektionen.

Waschbären vertreiben

Da Waschbären über ein exzellentes Hörvermögen verfügen, lassen sie sich leicht durch Ultraschall-Tierverteiber stören. Der Mensch kann hohe Frequenzen bis etwa 20 kHz wahrnehmen. Höhere Frequenzen, die wir nicht hören können, bezeichnen wir als Ultraschall. In diesem Bereich liegt auch die Hörgrenze des Waschbären, nämlich bei etwa 50 bis 85 kHz. Er ist auf sein feines Gehör angewiesen, um die leisen Geräusche, die kleine Beutetiere verursachen, wahrzunehmen.

Unsere Waschbären-Abwehr kann so den Waschbären vertreiben, ohne den Menschen durch ihr Geräusch zu stören. Um einem Gewöhnungseffekt vorzubeugen, ist die genaue Frequenz zwischen 20 und 40 kHz einstellbar. Bei unserer anderen Waschbären-Abwehr können Sie aus drei fest eingestellten Frequenzen wählen. Auch der Solar-Tiervertreiber und die Tierabwehr mit Erdspieß sind zum Einsatz bei Waschbärproblemen geeignet.

Falls Waschbären über die Fische in Ihrem Teich herfallen, kann Ihnen der Zugang zu diesem durch unsere Vogelschutz-Teichgitter erschwert werden.

 

 
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